Archiv für März 2009

Vorbereitungsseminar hinter mir

Am Wochenende hab ich nun das erste Vorbereitungsseminar für mein Auslandsjahr „absolviert“. Das ganze fand in Lenzkirch-Kappel statt. Das ist so ein Mini-Dorf in Baden-Württemberg, fast an der französischen Grenze.
War ganz nett, waren viele coole Leute da und ich hab schon die ersten getroffen, die auch nach Bolivien gehen.
Ein wenig schade ist, dass wahrscheinlich erst in Bolivien feststehen wird, wo genau ich arbeiten werde. Der Vorteil ist, dass wir dort die Projekte gezeigt bekommen und es uns dann quasi aussuchen dürfen.
Auch positiv ist, dass es eine Menge sehr interessante Menschenrechts- und Entwicklungsprojekte gibt.

Losgehen wird es am 5. August mit einem zweiten Vorbereitungsseminar in Berlin, danach ist so gegen 16. August die Ausreise. Das heißt, ich verpasse den Kinostart von Inglourious Basterds. ^^

PS: Hab grad den Blog von Sisana entdeckt, die da auch gerade über einen Freiwilligendienst unterwegs ist und gute kritische Texte zu weltwärts formuliert. Also: besuchen! sisana.blogsport.de

Hier ist Deutschland

Gestern in so einem germanophilien Schuppen in der Tilesiusstraße gefunden. Zwischen schwarz-rot-gelben Medaillen, blau-weiß-karierten Tischdecken und Bierkrugromantik hab ich dieses Versatzstück deutscher Identität gesichtet:

Deutschland

Tja, was fällt uns dazu ein….

„Bratwurst gegen Mutzbraten“

Ich wusste heut morgen echt nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich mein, ich wusste ja dass es schlimm ist, aber so schlimm:

Titelblatt

Wenn ich so etwas auf dem Titelblatt einer anderen Zeitung gelesen hätte, fände ich das bestimmt witzig, aber nein, die meinen das durchaus ernst! Wer Interesse hat, kann sich in der Wochenendausgabe dieses Provinzblattes über die „Zwischenbillianz“ der bis heute andauernden „Fehde“ zwichen Thüringen und Sachsen informieren.

Wahrscheinlich trauen sich die AutorInnen nicht oft über ihre sichere Landgrenze hinaus, und wenn man dann doch das feindliche Gebiet hinter der thüringischen Grenze betritt, wird aufmerksam in alle Richtungen geschaut, ob „der Sachse“ nicht auf einen lauert und im nächsten Moment mit einer Keule hinterm Busch hervorspringt.
Da fragt man sich doch echt, ob das 21. Jahrhundert hier schon angekommen ist, oder?

Als Reaktion hab ich jetzt mal die Kategorie „Ostdeutsche Provinz“ eingeführt.

Ziemlich verloren

Das 3K, das (Jugend-)Theater in Mühlhausen, hat ein neues Stück auf dem Plan, das ich mir Mittwoch gleich zur B-Premiere angeschaut habe.
Hikikomori 3K
Das Spiel heißt „Hikikomori“ und ist eine Momentaufnahme von einem Jungen, der sich komplett aus der Welt zurückgezogen hat und sein Leben nur noch in seinem Zimmer mit seinem Computer verbringt.
Das 60-minütige Solo Stück wirkt von Anfang an düster, surreal und abstrakt.
Es ist an sich ziemlich gut, aber begeistert war ich trotzdem nicht. Es hat allerdings einige Zeit gedauert bis ich herausgefunden habe, was mir gefehlt hat.

Wer vorher weiß, worum das Stück handelt und sich über die Thematik schon einmal ein wenig Gedanken macht, dem erzählt Hikikomori nichts Neues.
Dem Zuschauer wird zwar während der ganzen Zeit eindrucksvoll gezeigt, wie stark der Protagonist leidet, untermalt mit grandiosen Bild und Toneffekten und guter Schauspielersicher Leistung.
Aber über dieses Leiden (was man vorher schon erahnen konnte) hinaus fehlt es an gewitzten Denkansätzen, provokanten Fragestellungen oder unerwarteten Momenten. Das Stück wird vorhersehbar.

Das zweite Problem ist, das das Stück sehr eindimensional ist, wie ich finde. Der Junge geht bewusst in die Isolation, teils weil ihn Gesellschaft mit ihren Zwängen nicht anspricht aber auch aus selbstverletzendem Verhalten.

Nun ist aber klar, dass nicht jeder Nerd und Computerjunkie psychisch krank und sozialophob ist.
Gerade vor dem Hintergrund der Debatte über Computerspiele (Pfeiffer: „manche Jugendliche spielen länger Online-Spielen als sie in der Schule sitzen.“) wäre doch einmal eine Differenzierung nötig.
Kann es nicht auch sein, das Menschen glücklich sind, wenn sie sich in ihre eigne digitale Welt zurückziehen? Oder dürfen sie das nicht? Wie viel „darf“ ein Mensch in seiner eigenen Welt leben, wie viel muss er in der realen Welt funktionieren?

Dadurch dass der Drehbuchautor Holger Schober so eine extreme Peron und Situation ausgewählt hat, bleiben diese Fragen auf der Strecke.

Das Stück ist vielleicht für Eltern und Sozialpädagogen als Sensibilisierungsmaßnahme geeignet aber um eine konstruktive Debatte um dieses „Tabu- Thema“(TA) anzustoßen eher nicht.

Des Weiteren hab ich erfahren, dass ich wahrscheinlich besser in die A-Premiere am Dienstag gegangen wäre, denn da soll die Aftershow Party bedeutend besser gewesen sein. ^^

Nazis erwünscht?

Gerade bin ich auf die so genannte „Courage im Wirtshaus“ -Kampagne unserer lokalen Bürgerinitiative gegen Rechts gestoßen.

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Waltz with Bashir

Gestern war ich mal wieder im Kino, welches zur Abwechslung mal etwas Gutes brachte: „Waltz with Bashir“ kam und war, wie zu erwarten ein sehr gelungener Film.

Inhaltlich geht es um einen ehemaligen IDF-Soldaten, der seine Erfahrungen im Libanonkrieg und speziell mit dem Massaker von Sabra und Schatila verarbeitet.
Die Ereignisse wurden nicht chronologisch erzählt, viel mehr erfährt der Protagonist, welcher seine gesamten Erinnerungen an den Krieg verdrängt hat, von ehemaligen Kameraden episodenhaft Bruchstücke aus dieser Zeit. Welche davon real stattgefunden haben und welche fiktional sind und an welchen der realen der Protagonist wirklich beteiligt war, bleibt dabei meistens ungeklärt und spielt eigentlich auch keine Rolle.
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Könnte geil sein

Gestern bei Frittenbude in Erfurt gewesen. Für ne Party am Sonntag an sich ne heiße Sache. Wir sind 21:00uhr angekommen, da war das „Klanggerüst“ noch relativ leer. Aber an sich eine coole Location.

Nach und nach füllte sich aber die Bude. Hab Freunde von auswärts wieder getroffen und neue tolle und hübsche Menschen kennen gelernt. Wie das halt so ist^^

Schade war, das es keine Vorband gab. Als Frittenbude unverhofft dann gegen 23:00uhr anfingen zu spielen, war ich noch fertig vom langen warten und fand irgendwie nicht so richtig in den Takt rein, den anderen schien es ähnlich zu gehen und die Band war nach eigenem Bekunden auch schon „durch“ vom Wochenende.

Als ich mir jedoch dann ein Club Mate geholt hab, hab ich erfahren, warum das Getränk so heißt, und der Abend nahm langsam Gestalt an. Erstmal angefangen zu feiern hatte ich keine Lust mehr aufzuhören. Umso ärgerlicher, das gegen Eins die Bullen vor der Tür standen und Stress von wegen Ruhestörung gemacht haben. Sehr ärgerlich, zumal der noch angekündigte DJ dann nicht mehr auflegen konnte und wir wohl oder übel nach Hause fahren mussten. Schade. War ein geiler Abend, aber es ist definitiv noch mehr Potential vorhanden gewesen.

Endlich Zeit

So. Nach mehreren Wochen Funkstille, sind die Vorprüfungen (und damit eine stressige Zeit) endlich vorbei. Das heißt, es wird hier nun hoffentlich regelmäßig etwas zu lesen geben. Und an das designen des headers setz ich mich auch noch mal ran…