Listen to this!

Und schon wieder was aus dem Iran. Ich weiß, diese Seite verkommt immer mehr zum Nahost-Blog, aber ich denke das es jetzt wichtig ist, den Iranerinnen und Iranern zur Seite zu stehen. Gegen das totalitäre Regime, was dort vorherscht, sind die Probleme innerhalb der EU ein Witz. Und in so einem Moment, der eine grundlegende Veränderung möglich macht, wie sie die letzten Jahrzehnte undenkbar wären, muss Solidarität das Gebot der Stunde sein.

Zu einem vertiefenden Verständnis der Situation im Iran gibt es hier ein Interview von Radio F.R.E.I mit Stephan Grigat unter dem Titel „Vom Auserwählten zum Gewählten?“

Desweiteren finden in Bremen, Stuttgart, Bochum, Düsseldorf, Berlin, Köln, Hannover, Dortmund, Hamburg, Münster, Nürnberg, Münster und Frankfurt Demonstrationen statt, die wichtig sind, um der iranischen Widerstandsbewegung symbolisch den Rücken zu stärken.
Desweiteren ist es notwendig, auf die Bundesregierung Druck ausüben die Pseudo-Wahl nicht anzuerkennen und uniliterale Sanktionen zu erlassen, die jedwede wirtschaftliche Beziehung zum Iran, bis Veränderungen eintreten, unterbinden.

Ach ja…Das hätt ich beinah vergessen.


2 Antworten auf “Listen to this!”


  1. 1 atari 18. Juni 2009 um 21:43 Uhr

    „Gegen das totalitäre Regime, was dort vorherscht, sind die Probleme innerhalb der EU ein Witz.“
    Streng genommen ist das eine Relativierung von Unrecht. In diesem Kontext aber durchaus verständlich.

    Warum sind die Aufstände nur in den Städten und nicht bei den Landbewohnern? Liegt es an der mangelnden Infrastruktur oder woran?

    Ansonsten an angelehnt:
    Der Vergleich von zwei Scheißhaufen macht deren Ambitionen zu herrschen nicht besser. Wieso sollen [ – – – ] besser sein als die ihrer Konkurrenten?

  2. 2 Admin 19. Juni 2009 um 11:48 Uhr

    „Streng genommen ist das eine Relativierung von Unrecht.“

    Hm. Ich finde nicht, das eine differenzierte Betrachtung (Differenzieren – Unterschiede ausmachen), sondern eher die Gleichsetzung („Der Vergleich von zwei Scheißhaufen macht deren Ambitionen zu herrschen nicht besser.“) eine Relativierung von Unrecht darstellt.
    Das ist genau wie bei Wendy: „Die Wahl zwischen zwei Scheißhaufen ist nicht die meine“; das hätte er/sie wohl auch gesagt, als alle am 8. Mai ’45 gejubelt haben -.-
    Die Ambitionen zu herschen ist nunmal kein bzw. nur ein Kriterium unter vielen. Nicht die abstrakte, theoretische, sondern vielmehr die reale Wirklichkeit sollte das primäre Betrachtungskriterium sein.

    Ich verstehe nicht, warum es denn immer verboten ist, alles jenseits der totalen Utopie zu vergleichen? Damit verabschiedet man sich komplett aus der gegenwärtigen Politik und senkt seinen politischen Einfluss gegen Null.

    „Warum sind die Aufstände nur in den Städten und nicht bei den Landbewohnern? Liegt es an der mangelnden Infrastruktur oder woran?“

    Hm. Das ist ein Phänomen, das überall auf der Welt zu beobachten ist. Zum einen liegt es meiner Meinung nach an den Institutionen, die sich nur in urbanen Zentren finden, wie zum Beispiel Universitäten. Da Studenten den Anfang der Proteste gemacht haben und für deren Reproduktion gesorgt haben, liegt es nahe, das sich die Proteste nur auf die Städte konzentrieren.

    Der zweite Punkt ist einfach der, dass in den Metropolen nun einmal mehr Menschen wohnen und sich somit auch mehr Menschen gleicher Gesinnung zusammenfinden, sich radikalisieren und organisieren können.
    Desweiteren habe ich die Vermutung, dass progressive Ideen sich zuerst bei der Stadtbevölkerung entwickeln, was aufrund eines statistisch höheren Bildungsstandes als Folge der dort zu findenen großen Unternehmen und Bildungsmöglichkeiten der Fall ist.

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