Archiv für Dezember 2009

Schluss mit 2009.

So; nun womöglich der letzte Post in diesem Jahr.

Weihnachten war okay und unerwarteterweise doch etwas anders als in Deutschland gewohnt. Irgendwie hat es hier doch etwas von Sylvester gehabt. Bescherung gibt es Punkt Zwölf Mitternacht in der Nacht auf den 25 Dezember. Überall höhrt und sieht man SylvesterWeihnachtsknaller und Feuerwerk. Und nach der Bescherung und dem familiären Abendessen geht man auch gern nochmal feiern.

Irgendwie auch symphatisch.

Ansonsten gibts es hier weder Jahresrückblick noch gute Vorsätze. Dafür aber eine hübsche Umfrage, ob und was sich 2010 hier ändern soll.

fashion is art, art is love, love is real

Momente.Blogsport bietet als Weihnachtsgeschenk etwas ganz besonders an. Zum Verschenken zu spät, aber um sein frisches Weihnachtsgeld zu investieren ganz Recht: Designer-Shirts.

Die Designs sind von einem jungen, erfolgreichen Künstler hier aus Santa Cruz und streng limitiert. Das heisst, soviel wie ihr jetzt bestellt, wird gedruckt, nicht mehr. Kostenpunkt liegt, je nachdem wieviele Menschen bestellen zwischen 17$ und 27$ (also zwischen 12€ und 19€).

Die Materialqualität ist gut, Größe (S,M,L,XL,XXL) je nach Wunsch.

Versand kostet noch mal einige Euronen mehr, je nachdem wo ich euch gerade befindet. Wer gerade in Deutschland oder dem restlichen Europa ist und sich bis März gedulden kann, bezahlt dann nur den Versand innerhalb Deutschland bzw. EU.

Diese beiden Modelle stehen zur Auswahl:

Buddha
„Buddha“

Game Lover
„Game Lover“

Interessent_innen kann ich gerne eine höhere Auflösung zukommen lassen.
Bei Fragen oder um zu bestellen, schreibt mir einfach eine Nachricht.

Das Angebot gilt 9 Tage, also nur bis zum 31.12.2009!

Christmas

Es gibt Sachen, die kann man einfach nicht übersehen. Dazu gehört auch die Weihnachtszeit. Schon lange bevor Dunkelheit und Kälte einsetzen stehen die Weihnachtsmänner in den Läden schon auf ihren Posten, um ja schon lange bereit zu sein, wenn der Konsument nach ihnen verlangt.
Zumindest in Europa.

Ich hier bekomme von Weihnachten vor allem durch Chat und Mailkontakt nach Deutschland mit. Vor allem klimatechnisch fühle ich alles andere als Weihnachten. Als ich im August Europa hinter mir ließ, war es noch ziemlich warm. Nach meiner Abschiedsparty konnte ich sogar noch in den Pool springen. Und seitdem wurde es auch nicht kälter. Manchmal fühlt es sich an, wie in einer Zeitschleife. Es wird einfach nicht Winter.

Aber natürlich wird hier auch Weihnachten zelebriert. Und das überraschend ähnlich zu den USA und Europa. Es gibt Weihnachtsmützen, (Plaste-)Weihnachtsbäume und Coca-Cola in der Weihnachtsedition. Sogar einige Zeitungen erscheinen im Xmas-Look, z.B. mit verschneiter Überschrift. Nicht nur, dass Santa Cruz noch nie Schnee gesehen hat, hier ist es, da Südhalbkugel, auch gerade Sommer. Aber das stört die Weihnachtsschmuck-Designer nicht.
Naja, wenigstens ist dieser nicht so all-präsent wie in Deutschland.

Ansonsten ist der Heiligabend inklusive Bescherung hier am 25. Dezember, betriebliche Weihnachtsfeiern, Wichteln und Familieneinheit gibt es hier auch. Nur der Adventskalender hat es noch nicht über den Teich geschafft.

Auf meinen tumblr-Blog finden sich inzwischen wieder neue Bilder u.a. mit der Weihnachtlichen Beleuchtung der Kathedrale in Santa Cruz.

Political Beauty organisiert Medienhack zur Vertriebenenstiftung

Stiftung Vertreibung

Die Presseagentur DPA hat heute unter dem Titel “Stiftung will Einfluss von Vertriebenen schmälern” über Pläne der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung berichtet, den Stiftungsrat um drei Personen mit aktuellem Flüchtlingshintergrund zu erweitern. Die zugrundeliegende Pressemitteilung ist allerdings nicht echt, sondern wurde von Aktivisten ausgesandt:

Erweiterte Struktur des Stiftungsrates vorgeschlagen

Berlin, 08.12.2009 – Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung wird den vom Stiftungsrat um Prof. Dr. Hans Ottomeyer gefassten Beschluss zur Umstrukturierung der Stiftung in eine Interessenvertretung für die von Flucht und Vertreibung betroffenen Menschen in aller Welt rasch umsetzen.

Bundespräsident Horst Köhler hatte bereits am vergangenen Mittwoch angemahnt “die Stiftung nicht zu einem Schaustück der Ignoranz verkommen zu lassen, sondern die historische Chance zu nutzen, etwas für die weltweit über 20 Millionen Flüchtlinge zu tun.”

Der Stiftungsrat nimmt diese Aufforderung ernst und hat der Bundesregierung vorgeschlagen, den neu zu strukturierenden Stiftungsrat um drei Personen mit aktuellem Flüchtlingshintergrund zu erweitern, um so die Handlungs-, Kompetenz- und Glaubwürdigkeitschancen der Stiftung weiter zu erhöhen.

Diese Idee war bereits in der Vorbereitungsgruppe im Gespräch, die vor der Ernennung von Prof. Manfred Kittel zum Stiftungsdirektor im Juli 2009 getagt hatte.
Weil Deutschland aus den eigenen Erfahrungen mit Vertreibung gelernt hat, ist der Stiftungsrat überzeugt davon, dass es angemessen und zeitgemäß ist, so Anteilnahme am Schicksal von Flüchtlingen in aller Welt zu zeigen. Diese Entscheidung bringt ein weiteres Vorhaben der Stiftung erfolgreich zum Abschluss. „Im Geist der Versöhnung wollen wir nicht nur in Berlin ein sichtbares Zeichen setzen, um an das Unrecht von Vertreibungen zu erinnern und Vertreibung international für immer zu ächten“ so Bernd Neumann, Staatsminister im Bundeskanzleramt, BKM.

Hinter dem Medienhack steht das “Zentrum für politische Schönheit”, laut Eigenbeschreibung “ein politikberatender Thinktank des Aktionskünstlers und Menschenrechtlers Philipp Ruch”. Die Initiatoren des Medienhacks versuchen nach eigenen Angaben,

den politischen Druck für eine Öffnung der Stiftung zu erzeugen, der die Stiftung mit dem unrühmlichen Kulturstaatsminister Bernd Neumann aus der Vergangenheit in die Gegenwart zurückkatapultiert, wo es um die Anteilnahme am gegenwärtigen Schicksal von Millionen dezidiert nicht-deutscher Flüchtlinge geht.

Der Vorschlag, drei Menschen mit eigenen, aktuellen Fluchterfahrungen in den Stiftungsrat aufzunehmen, ist also durchaus als ernst gemeint zu verstehen. Man habe sich in Deutschland “etwas zu sehr daran gewöhnt, dass Vergangenheitsbewältigung nie etwas mit der gegenwärtigen politischen Lage zu tun hat und haben darf.”

Offenbar hat die DPA die Pressemeldung der Stiftung ungeprüft übernommen. Dabei hätte man, wenn schon nicht über die Idee, über die angebliche Aussage des Bundespräsidenten stolpern können. Dass dieser eine Bundesstiftung als “Schaustück der Ignoranz” bezeichnet, wäre schließlich eine nie dagewesene Deutlichkeit für Horst Köhler.

Nach Angaben von Ruch sind die Onlineangebote von FAZ, T-Online und Financial Times auf die Aussendung der DPA hereingefallen. Nachdem die Presseagentur auf seinen Hinweis hin eine Korrektur verschickte, sind die entsprechende Artikel allerdings schnell wieder verschwunden.

Update: In Polen scheint die Aktion gut angekommen zu sein, wenn man der Pressemeldung des “Zentrums für politische Schönheit” glauben Schenken darf. Die falsche Pressemeldung der Stiftung hat es dort sogar bis in die Printmedien geschafft: “Mit Begeisterung hat die polnische Tageszeitung “Rzeczpospolita” den Vorschlag der vom Zentrum für Politische Schönheit initiierten Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in seiner heutigen Berichterstattung aufgegriffen.”

von Netzpolitik über Rebelart

„Hübsche“ Aktion!

„Ein Sieg für alle antiimperlialitsichen Völker(sic!)“

Die Wahlen in Bolivien sind gefallen. Als eindeutiger Sieger mit 62,5% geht der alte und neue Präsident Evo Morales mit seiner Partei „Sozialistische Bewegung “ hervor. Als zweitplaziert gilt die rechte PPB-CN mit 27,6% gefolgt von der wirtschaftsliberalen Unidad Nacional mit 6,1%. Erstmals hat sich auch die Alianz Socíal mit 2,5% als landesweite Kraft etabliert.
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Wahlen

Am kommenden Sonntag, dem 6. Dezember finden hier in Bolivien die Wahlen für den Präsidenten und das Parlament statt.
Hier alles Wichtige „kurz“ zusammengefasst.
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